Berge und Eichenwälder prägen die Landschaft im abgelegenen Vall de Bianya im Nordosten Kataloniens. Das Wohnhaus, eingebettet in die Topografie, ist nur über eine schmale Zufahrtsstraße zu erreichen. Lediglich ein Teil des Dachs richtet sich aus dem abfallenden Gelände auf Straßenniveau auf; der Rest des Gebäudes scheint mit der Umgebung zu verschmelzen. Die Dachlandschaft ist zerklüftet wie die Landschaft, die Wände gehen nahtlos in den Hang über. Der Zugang erfolgt über eine Rampe, die den Baukörper in zwei Volumen mit unterschiedlichen Funktionen teilt: das größere beinhaltet die Wohnräume, das kleinere die Garage und die Technikräume. Der Eingang bildet ein eigenständiges Element, das aus der planen Sichtbetonoberfläche der Westfassade hervorsteht, die nur an dieser Stelle aufgelöst wird. Der Freiraum zwischen den Gebäudeteilen führt den Dialog mit der Natur fort und formt einen Übergang zwischen Außenraum und baulicher Struktur. Auch im Gebäudeinneren bleibt die umgebende Natur präsent, sie wird durch einen Innenhof in das Gebäude integriert und durch präzise gesetzte Öffnungen gefasst, auf die alle Bewegungen im Haus ausgerichtet sind. Aber nicht nur Innen- und Außenraum, auch die inneren Räume beziehen sich über großzügige Öffnungen aufeinander, sodass sich das Licht einen Weg in jeden Winkel des Hauses bahnen kann.
